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Die schnell-schnöde Nummer: Hot’n’Spicy Glasnudelsalat. Und sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Ich finde, jedes Essen darf eine Geschmacksexplosion sein. Jedes. Auch das schnödeste Essen, das man sich Zuhause auf die Schnelle macht, darf – Nein – MUSS ein Essen sein, von dem man mehr will. Es sollte sein wie ein gutes Buch: man ist traurig wenn es zu Ende ist.
Dummerweise kann man nicht jedes Mal essen gehen um eine solche Geschmacksexplosion serviert zu bekommen – sei es aus Zeitmangel, Geldmangel oder mangelnden Lokalitäten.

Das Leben ist kein Ponyhof. Trotzdem sollte jedes Essen ein heißer Ritt werden.

Aber deswegen auf gutes, sorry – phantastisches – Essen verzichten? Nope. Nein, ich habe keinen Knall. Vielleicht sind es die Vorbereitungen auf einen (kulinarisch gesehen) sehr exzessiven Frankreich-Urlaub, den wir in ein paar Wochen antreten werden (und ich automatisch Bilder vom Film Ratatouille, Julie & Julia, etc. im Kopf habe), vielleicht ist es aber auch einfach nur eine Sache der Einstellung: jedes Essen sollte einfach nur lecker sein. Ob es das Croissant ist, (erwähnte ich bereits unseren anstehenden Frankreich-Urlaub, in dem ich so viele Croissants wie möglich essen werde?), das so wunderbar nach Butter duftet und davon auch nur so trieft, von dem man sich wünscht, daß es nie alle sein wird? Ein einfacher Pfirsich, der auf den Punkt reif ist: süß und saftig. Oder ein schnöder Salat, der gleichzeitig herzhaft, süß, scharf und ein bisschen sauer ist?
Ich hoffe, ihr habt jetzt nicht schon weggeklickt („Jetzt dreht sie durch…“), sondern daß euch das Wasser im Mund zusammenläuft. Zu Recht. Weil ich euch nämlich einen schnöden Nudelsalat aufgeschrieben habe. Der in der Zubereitung exakt 15 Minuten dauert, das Essen mit Glück ganze drei (weil der so lecker ist) – und weil er die reinste Geschmacksexplosion ist. Von allem etwas. Vor allem aber: Großartig.

So, und bevor ihr jetzt ganz abhaut, hier das Rezept. Ich geh mal weiter Restaurants an der Côte d’Azur suchen…  apropos – habt ihr Tipps?

Für eine Portion Glasnudelsalat:
100g Glasnudeln
1/2 kleinen Römersalat
1/4 Gurke
1 Scheibe Ananas
1 kleine rote Chilischote
2 Karotten
2 EL Sojasoße
1 EL Honig
1 TL Cashewmus
1 EL Sesamöl
Saft von 1/2 Zitrone
1 paar Cashewkerne

Zuerst die Glasnudeln einweichen und kochen (nach Packungsangabe). Abtropfen lassen. In der Zwischenzeit den Salat putzen, in Streifen schneiden, Gurke und Ananas in kleine Stücke schneiden. Alles in eine Schüssel geben. Die Karotten putzen, schälen und in dünne Scheiben schneiden. Sesamöl in einem Topf bei mittlerer Temperatur erhitzen, Chili dazugeben, anbraten, dann erst die Karotten dazugeben. Ein paar Minuten mitbraten und mit Sojasoße ablöschen. Honig und einen kleinen Schuss Wasser dazugeben, Möhren gar kochen, Cashewmus dazugeben, verrühren bis die Soße cremig ist. Zum Schluss die Nudeln dazugeben, gut verrühren. In die Schüssel zu den anderen Zutaten geben, mit Zitronensaft abschmecken. In eine Schüssel füllen – wer mag, gibt noch ein paar Cashewkerne und einen Klacks Wasabi oben drauf (oder Wasabi Mayo, gibt es z.Bsp. bei Violas in Hamburg).

Und jetzt: Guten Appetit. Sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

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