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Eine neue Mini-Serie: Urlaub in der eigenen Stadt. Einmal um die Alster.

Ferien. Puh. Irgendwie. Irgendwie aber auch nicht. Das Schöne an Ferien in einer Großstadt ist, daß es sechs Wochen im Jahr wirklich entspannt zugeht: leere Straßen, keine Völkerwanderungen. Um die Alster zum Beispiel.

Die Alster kann so viel. Von laut bis leise, von schick bis lässig.

Kleine Naturkunde: Die Alster an sich besteht aus Binnen- und Außenalster sowie aus mehreren Kanälen, die sich durch Hamburg ziehen: Binnen, also innen, das ist der Teil der Alster, der mitten in der Stadt die Alsterfontäne beherbergt. Bis zu 60m hoch speit sie von Frühling bis November Wasser in die Luft und verbraucht damit so viel Strom wie 100 Einfamilienhäuser.
Mehrfach im Jahr beherbergt sie wunderschöne Feuerwerke, z.Bsp. beim Kirschblütenfest im Mai oder im August beim Alstervergnügen. Und unzählige Male zwischendurch.

Was wir letztens mit den Kindern das erste Mal gemacht haben: eine Alsterrundfahrt. Für die Kinder mindestens so spannend wie Bus fahren, für uns mindestens so erholsam wie ein Wellness-Urlaub. Und eine super Ferienbeschäftigung bei Regen, nur für den Fall.


Wer keine Lust auf Außenalster hat, der bucht einfach eine Fleetfahrt. Zu sehen gibt es in jedem Fall etwas: Da wir Hamburger bekanntlich tief stapeln und uns nur ungern in die Karten schauen lassen, haben wir schon immer nach hinten raus gebaut, das Hab und Gut ganz hanseatisch versteckt und somit ist es nur logisch, dass in Hamburg die ganze Pracht der großen Villen nur von der Wasserseite aus zu sehen ist.
Und wenn es dann doch die Sonne mal rausguckt, ist ein Ausflug per Kanu, Kajak, Tret-, Paddel- oder Ruderboot genau das richtige für ein Picknick auf der Alster. Kleiner Tip: Beim Noah in Eppendorf gibt es ein Alster Quiz… oder Halt am Ship-In im Café Canale.

Einmal um die Alster bedeutet: drei Stunden und acht Kilometer schlendern.

Ein Spaziergang lohnt sich also, vor allem mit kleinen Kindern, die noch im Kinderwagen sitzen oder größere, die schon Fahrrad fahren können. So wunderbar vielfältig – auf der einen Seite sehr städtisch und laut auf der anderen Seite fast idyllisch mit großen Villen und ruhigen Nebenstraßen.
Grillen ist auf den großen Wiesen erlaubt, in den Ferien findet man hier sogar einen Platz. Zum Chillen setzt man sich in die typischen weißen Holz-Liegestühle während die Kinder das ein oder andere Spielgerät testen.

Herrlich bei Sonnenschein ist es bei Bodo’s Bootssteg oder bei Bobbie Reich (denen sogar ein eigenes Stück Alster gehört). Auf der anderen Alsterseite geht man zur legendären Alsterperle, holt sich eine Weinschorle und geht mit den Kindern auf den benachbarten Spielplatz. Bei Regen verkriecht man sich ins Literaturhauscafé mit sensationellem Frühstücksangebot. Oder weiter stadteinwärts auf eine Tea Time im The George in der langen Reihe.
Und dann? In jedem Fall geht noch ein Eis bei Luicellas und so ein Ferientag ist im Nu vorbei.

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